Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV)

Vitalsensorik

Messtechnik

 

Im Bereich der Vitalsensorik beschäftigt sich die Arbeitsgruppe mit der Entwicklung innovativer intelligenter Sensoren für die Medizintechnik. Kernthema ist dabei die Erfassung und Auswertung der unterschiedlichsten medizinisch-biologischen Signale am menschlichen Körper. Oft finden dabei optische Messverfahren ihre Anwendung. Typische Beispiele für die eingesetzten optischen Vefahren sind Laser-Doppler Flußmessung, Interferometrie, Spektroskopie und Polarimetrie wie sie in der berührungslosen Tonometrie und der nicht-invasiven Blutzuckermessung eingesetzt werden.

Abgesehen von diesen optischen Prinzipien werden aber auch Standardtechnologien eingesetzt und verbessert. Beispiele hierfür sind Langzeit-EKG und Pulsoximetrie.

 

Signalverarbeitung

 

Ein weitere Schwerpunkt stellt die analoge Signalaufbereitung sowie die digitale Signalverarbeitung dar. Messgrößen am menschlichen Körper unterliegen in der Regel grossen Schwankungen und Störsignalen, weshalb deren zuverlässige messtechnische Erfassung höchst anspruchsvoll ist.

In der Arbeitsgruppe werden daher innovative Signalverarbeitungsalgorithmen entwickelt, die insbesondere in miniaturisierten intelligenten Sensoren mit beschränkten Ressourcen eingesetzt werden können. Mit Hilfe solcher komplexer Algorithmen können Messprinzipien realisiert werden, die neue Möglichkeiten in Diagnostik und Therapie ermöglichen. Ein typisches Beispiel hierfür ist die erfolgreiche Entwicklung eines kontinuierlich messenden und zugleich belastungsfreien Blutdruckmonitors oder die Forschung auf dem Gebiet des belastungsfreien Atmungsmonitorings.

 

Test, Analyse & Gutachten

 

Die Entwicklung zuverlässiger Algorithmen und Sensoren erfordert ausgiebige Tests und Analysen  der entwickelten Hard- und Software. Diese werden im institutseigenen Mixed-Signal Test-Labor durchgeführt. Das mit neusten Technologien ausgestattete Labor ermöglicht unzählige Tests unter verschiedenen Umgebungsbedingungen.
Die entwickelten Prototypen werden in Zusammenarbeit mit Kliniken in umfangreichen Studien verifiziert und optimiert.

 

Know-How Transfer

 

Die Arbeitsgruppe führt fast ausschliesslich produktorientierte Forschungsarbeiten in enger Zusammenarbeit mit entsprechenden Industriepartnern durch.
Die entwickelten intelligenten Vital-Sensoren (Smart Sensors) werden miniaturisiert, in bestehende Systeme integriert und abschliessend in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Industriepartner zur Produktreife geführt.

 

Kontakt

Prof. Dr. rer.nat. Wilhelm Stork