Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV)

Atmungs-Monitoring

Belastungsfreies Atmungsmonitoring

Hintergründe

 

Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung in den westlichen Industriestaaten unter Schlafstörungen wie z. B. Atmungsstörungen leiden. Viele dieser Störungen können effektiv behandelt werden. Die Mehrzahl der Betroffenen erhält allerdings noch keine adäquate Diagnose und Therapie, obwohl bekannt ist, dass unbehandelte Schlafstörungen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken können. Eine Diagnose im Schlaflabor bedeutet neben einer erheblichen Belastung für den Patienten auch einen enormen zeitlichen und personellen Aufwand. Zusammen mit der geringen Zahl an verfügbaren Diagnoseplätzen führt dies dazu, dass eine Schlafapnoe-Erkrankung häufig über lange Zeit nicht erkannt wird.

Im Rahmen des Personal Health Monitor-Projektes wird ein System entwickelt, welches zur Voruntersuchung bei Verdacht auf Schlafapnoe dienen kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf eine vom Patienten einfach anzuwendende und belastungsarme Messmethode gelegt. Auf diese Weise ermöglicht das Monitoring-System auch eine aussagekräftige Verlaufskontrolle während der Therapie.

 

 

Methode

 

Eine einfache, aber leistungsfähige Möglichkeit zur Überwachung der Atemtätigkeit stellt die Analyse der Atemgeräusche dar. Diese werden über ein kompaktes elektronisches System erfasst und anschließend anhand einer geeigneten Signalverarbeitung klassifiziert. In der Abreitsgruppe werden solche intelligenten Algorithmen zur Analyse der Atemtätigkeit entwickelt.
Die ermittelten Ergebnisse werden dann per Bluetooth™ drahtlos an eine Basisstation übermittelt und stehen dort zur weiteren Verwendung wie z. B.der Übermittlung an eine elektronische Patientenakte bereit.

 

 

Integration

 

Durch die Integration in den Personal Health Monitor ist eine Kombination der Messergebnisse mit denen der übrigen Sensoren leicht möglich. Insbesondere das Zusammenspiel mit den Teilsystemen EKG, Blutdruck und Pulsoxymetrie erlaubt eine ähnlich aussagekräftige Diagnostik wie im Schlaflabor. Im Gegensatz zur Untersuchung im Schlaflabor können mit dem Personal Health Monitoring-System auch Langzeitmessungen ohne große Einschränkungen der Lebensqualität der Patienten durchgeführt werden.

 

 

Projekte

Personal Health Monitor (PHMon)