KIT Chipdesign House

  • Ansprechperson:

    Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Jürgen Becker

  • Projektgruppe:

    Prof. Becker

  • Förderung:

    ~1 MIO EUR

  • Projektbeteiligte:

    Prof. Dr. Mehdi Tahoori (ITEC, KIT)

  • Starttermin:

    01.07.2024

  • Endtermin:

    30.06.2027

KIT Chipdesign House

Motivation

Der European Chips Act zielt darauf ab, die Halbleiterproduktion sowie die Entwurfs- und Entwicklungskapazitäten in Europa nachhaltig zu stärken. Damit sollen kritische Abhängigkeiten reduziert und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit gesichert werden. Eine zentrale Voraussetzung hierfür ist der gezielte Ausbau von Forschung, Innovation und Fachkräfteentwicklung im Bereich des Chipdesigns.

Vor diesem Hintergrund bündelt das KIT Chipdesign House (KCH) die am KIT vorhandenen Kompetenzen und Netzwerke. Es schafft damit einen institutionellen Rahmen, um Chipdesign als festen Bestandteil von Forschung, Lehre und dem Austausch mit der Industrie weiter zu etablieren und auszubauen.

Projektziele

Die Ziele des KIT Chipdesign House (KCH) liegen im Ausbau von Lehre, Netzwerk und Wissenstransfer im Bereich des Chipdesigns.

In der Lehre wird ein interdisziplinäres Studienangebot aufgebaut und durch neue, praxisnahe Formate ergänzt. Diese vermitteln Chipdesign entlang der gesamten Entwicklungskette. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die verstärkte Einbindung von Industriepartnern in Aus- und Weiterbildungsangebote.

Auf Ebene der Netzwerke trägt das KCH dazu bei, die vorhandenen Kompetenzen in Baden-Württemberg sichtbarer zu machen, den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie zu intensivieren und neue Kooperationen anzustoßen.

Der Wissenstransfer wird durch die Entwicklung von Workshops, Weiterbildungsangeboten und weiteren Veranstaltungsformaten gestärkt. Ziel ist es, Fachkräfte gezielt zu qualifizieren und die Beteiligung an nationalen und europäischen Chipdesign‑Initiativen zu fördern.

Durchführung

Die Umsetzung des KIT Chipdesign House (KCH) erfolgt entlang der drei Bereiche Projektmanagement, Lehre und Weiterbildung sowie Netzwerkaufbau. Zu diesem Zweck wird ein dediziertes Team eingesetzt, das die organisatorische Koordination übernimmt, neue Lehr- und Weiterbildungsformate entwickelt und den systematischen Ausbau des Netzwerks mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie vorantreibt.

Inhaltlich erfolgt die Umsetzung schrittweise. Dazu zählen der Aufbau eines interdisziplinären Studienangebots im Bereich Chipdesign, die Entwicklung praxisnaher Veranstaltungsformate gemeinsam mit Industriepartnern sowie die Durchführung von Workshops und weiteren Austauschformaten. Parallel wird ein landesweites und perspektivisch auch europaweit anschlussfähiges Netzwerk aufgebaut und kontinuierlich gepflegt.

Flankierend kommen Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz, um die Aktivitäten sichtbar zu machen und Studierende, Forschende, Industriepartner sowie weitere Interessierte stärker einzubinden. Ergänzend unterstützen studentische Hilfskräfte die Durchführung von Veranstaltungen und die laufenden Projektaufgaben.

ITIV Beteiligung

Als eines von zwei leitenden Instituten prägen wir das KIT Chipdesign House sowohl inhaltlich als auch organisatorisch maßgeblich. Unser Beitrag umfasst die Planung und Umsetzung der Projektmaßnahmen, die Entwicklung von Lehr- und Weiterbildungsangeboten, die Organisation von Workshops und Veranstaltungen sowie die aktive Vernetzung mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie.