Internationaler Wissenschaftsdialog in Chennai

Anfang Oktober nahm Dr. Tanja Harbaum an einer Delegationsreise der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach Indien teil. Die Reise brachte Forschende und Wissenschaftsorganisationen aus Deutschland und Indien zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Kontakte zu vertiefen und neue Kooperationen anzubahnen.
Ein Schwerpunkt der Delegationsreise war der dreitägige Workshop „Chip Design“ in Chennai. Forschende aus beiden Ländern tauschten sich dort zu Themen wie Prozessor- und RISC-V-Design, analogen und HF-Schaltungen, Brain-Computer Interfaces, Compute-in-Memory-Architekturen, Quantencomputing, drahtloser Kommunikation und Messtechnologien aus. Insgesamt standen 28 wissenschaftliche Vorträge auf dem Programm.
Das wissenschaftliche Programm sowie die fachlichen Diskussionen während der drei Veranstaltungstage wurden von Prof. Holger Blume (Leibniz Universität Hannover) und Prof. Shanthi Pavan (Indian Institute of Technology Madras) gestaltet und begleitet.
Dr. Tanja Harbaum präsentierte am dritten Veranstaltungstag ihren Vortrag „Hardware/Software Co-Design for Integrated AI Systems“. Die Veranstaltung bot eine ideale Plattform, um aktuelle Forschungsansätze zu diskutieren und neue Kontakte für zukünftige Kooperationen zu knüpfen.
Neben dem Workshop fanden weitere Veranstaltungen zur Förderung der deutsch-indischen Wissenschaftskooperation statt. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Campus des Indian Institute of Technology Madras (IIT Madras). Das weitläufige Universitätsgelände liegt in einem geschützten Naturgebiet, in dem Antilopen und Affen frei zwischen Hörsälen, Institutsgebäuden und Laboren unterwegs sind.
Die Reise machte deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch für den Aufbau langfristiger internationaler Forschungskooperationen ist. Die zahlreichen Gespräche und neu geknüpften Kontakte bieten eine vielversprechende Grundlage für zukünftige gemeinsame Forschungsaktivitäten zwischen Deutschland und Indien.



