english  | Home | Impressum | KIT

Kontext-Sensitives kardiologisches Langzeitmonitoring (CALM)

Kontext-Sensitives kardiologisches Langzeitmonitoring (CALM)
Ansprechpartner:

Dipl.-Ing. Jörg Ottenbacher

Projektgruppe:

Mikrosystemtechnik und Optik

Förderung:

BMBF

Starttermin:

01.10.2005

Endtermin:

30.09.2009

CALM

Kontext-Sensitives kardiologisches Langzeitmonitoring  

 Übersicht

Herzkreislauferkrankungen sind in den Industriestaaten die häufigste Todesursache und die etablierte Behandlung der Erkrankungen in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen ist einer der größten Kostenfaktoren im Gesundheitswesen.  Da Herz-Kreislauferkrankungen eine schädliche Wirkung auf nahezu alle Organe entfalten, verursacht eine fehlende oder schlechte Behandlung erhebliche Schäden für die Patienten und das Gesundheitssystem. Daher kommt der Prävention bzw. Sekundärprävention von kardiovaskulären Erkrankungen eine erhebliche Bedeutung zu. Eine Möglichkeit zur Prävention besteht in einem kontinuierlichen Monitoring von Herz-Kreislauf-Patienten mit Hilfe von mikrosystemtechnischer Sensorik. Thema dieses Projektes ist daher die Entwicklung eines kontextsensitiven kardiologischen Langzeitmonitoring-Systems, welches zum einen eine kontinuierliche patientenfreundliche Messung und Analyse von Blutdruck und EKG-Signalen ermöglicht und zum anderen auch die individuelle Aktivität und den Stressstatus des Patienten berücksichtigt und so eine objektivere Bewertung der physiologischen Parameter ermöglicht. 
 
 
 

Erkennung und Kompensation von Bewegungsartefakten bei der EKG- und Blutdruckmessung

 
Für Herz-Kreislauferkrankungen sind das Elektrokardiogramm und der Blutdruck die wichtigsten Vitalparameter zur Beurteilung des Patientenstatus. In einer klinischen Umgebung wird die Vitaldatenerfassung unter standardisierten Bedingungen vorgenommen. Im häuslichen Umfeld und insbesondere bei der dauerhaften. Überwachung stellen jedoch Bewegungsartefakte ein Hauptproblem bei der Anwendung bestehender und im klinischen Monitoring verwendeter Sensoren dar. Daher ist ein Schwerpunkt dieses Projektes die Forschung nach Methoden zur Erkennung und Kompensation von Bewegungsartefakten bei der EKG- und und Blutflussmessung.
 

Aktivitäts- und Belastungsparametern als Kontextinformation

 
Für eine Bewertung der im Alltag des Patienten vorgenommenen Messungen sind weitere Kontext-Informationen nötig, wobei der wichtigste Kontextparameter der Bewegungs-Status ist. Der Bewegungsstatus oder Aktivität eines Patienten wird aus der von der Bewegung verursachten Körperbeschleunigung extrahiert. Dazu wird ein Inertialsensorsystem (Messung von Beschleunigung und Drehraten) und Mustererkennungs-Methoden für Bewegungs-Klassifikation entwickelt. Daraus können dann mit Schätz-Algorithmen Aktivitätsparametern (z.B. Energie-Umsatz) abgeleitet werden, die als Kontext-Signale für die Bewertung der gemessenen Vitalparameter verwendet werden können.
 

 

Gefördert vom

Bundesministerium für Bildung und Forschung

 

Projektträger


Kooperationspartner

 

 

Biocomfort Diagnostics GmbH & Co. KG

Universität Karlsruhe
Institut für Technik der Informationsverarbeitung

Robert Bosch GmbH

Medset Medizintechnik GmbH

Klinik für Anästhesiologie

Universitätsklinikum Erlangen

Vodafone Pilotentwicklung GmbH